Die Ortschaft Plodda

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Der musikalische Ort

Plodda ist mit knapp 500 Einwohnern einer der kleinsten Ortschaften der Gemeinde und liegt an der B100.

Mit ziemlicher Sicherheit kann gesagt werden, dass die Namensform für Plodda ihren Ursprung aus dem slawischen "Bloto", gleichzusetzen mit Waldsumpf, hat. Die älteste Karte, auf der Plodda genannt wird, ist die "Karte von Sachsen", die zwischen 1586 und 1607 entstand. Die älteste urkundliche Erwähnung unseres Ortes stammt aus der Zeit von 1388 bis 1419. Für eine damalige Ansiedlung waren günstige Bedingungen gegeben: Zum einen bot die sumpfige Umgebung sicheren Schutz vor Feinden, zum anderen war eine gute Wasserqualität vorhanden. Das Dorf wurde jedoch im Dreißigjährigen Krieg zerstört. 1709 wurde Plodda in den Kirchenbüchern wieder erwähnt. Der Friedhof und der Glockenstuhl mit seiner einzigartigen Konstruktion wurden 1869 erbaut. Eine Kirche gibt es nicht in dem Ortsteil.

Die Gründung des Schützenvereins "Zentrum" wurde 1906 vollzogen. Naturbewusst war man in Plodda schon 1910. In diesem Jahr veranlasste man, in der Hauptstraße Linden- und Kastanienbäume anzupflanzen. 1926 erfolgte der Anschluss an die Überlandzentrale "Elektrische Beleuchtung".

Die ruhige Lage der Ortschaft und deren Landschaft mit ihren weiten Nadel- und Auenwäldern sowie der Mulde als natürliche und der Muldestausee als künstliche Wasserfläche bieten für Tourismus günstige Voraussetzungen. Auf gut ausgeschilderten Wanderwegen, die durch Plodda führen, sind dem Wanderfreund keine Grenzen gesetzt. Der Lausebach durchfließt die Gemeinde und mündet an der Ortsgrenze zu Gossa in den Schmerzbach. Dieser fließt wiederum nördlich von Plodda in die Mulde. In den weitläufigen Waldgebieten, besonders nördlicher und südlicher Richtung von Plodda, kann der Erholungssuchende ausgedehnte Spaziergänge unternehmen, um die Flora und Fauna zu beobachten und besser kennen zulernen oder auch nur die Ruhe des Waldes zu genießen.

Lange hieß es im Ort: „Gut Wehr“. Denn 1934 wurde die Ortsfeuerwehr Plodda damals gegründet, jedoch mit dem Zusammenschluss der Ortswehren zu einer großen Feuerwehr, FW Schmerzbach ist dies nun Geschichte. Aber, die Erinnerungen bleiben, auch mit Hilfe einer Gedenktafel am ehemaligen Gerätehaus. In diesem hat heute die Schalmeienkapelle Plodda ihren Sitz.

Im Jahr 2007 war dieses kleine, sonst ruhige Örtchen in aller Munde, als unter Teilnahme von 33 Kapellen aus ganz Deutschland, ein Weltrekord mit 723 Teilnehmern, durch die 1. Schalmeienkapelle Plodda e.V., aufgestellt werden konnte. Auch 2012 schaffte es die Kapelle,  einen erneuten Weltrekord mit 39 Kapellen und 812 Teilnehmern aufzustellen.

Aber Plodda ist durchaus auch für seinen traditionsreichen Pferdehof bekannt. Hier gibt es neben Zucht, Aufzucht und Ausbildungen, regelmäßig Ferienfreizeiten, es geht mit dem Kremser durch die Dübener Heide und mehrmals unter der Woche wird hier hoch zu Ross gestiegen.

Zu erwähnen ist auch die Sportfrauengruppe, die sich regelmäßig einmal die Woche zum sporteln trifft. Und auch der Ploddscher Dratsch ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil des Dorfes, hier wird einmal monatlich geklönt und sich ausgetauscht. Der Kirchenkaffee und Gottesdienst wird ebenso einmal im Monat durchgeführt.

Einen Naturlehrpfad für Klein und Groß gibt es auch. Dies ist ein liebevoll angelegter Pfad um den „Grassin“ bis hin zu den „Vier Birken“.  Mehr erfahren Sie bei einem Besuch.

Sie sehen also, ein kleiner Ort, ganz groß. Regelmäßig finden hier kleine und große Veranstaltungen statt, ob Kapelle, Reiterhof oder Kaffeeklatsch am Sandberg, ein Besuch ist Plodda immer wert.