Die Ortschaft Pouch

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Zwischen Muldestausee und Bernsteinsee

Der Ortsteil Pouch ist durch seine Lage zwischen dem Bernsteinsee und dem Muldestausee ein beliebter Ausflugsort. Besichtigt werden sollten unter anderem das Schloss mit dem Schlosspark, der markante „Rote Turm“, die ehemalige Bootsfabrik und das alljährliche Sputnik Spring Break-Festival.

Beim Denkmal in Pouch kann es sich aber auch um ein künstlerisches Werk handeln, das Zeugnis von kulturellen Errungenschaften oder baulichen Leistungen der Geschichte ablegt. Denkmäler wie Mahnmale, Standbilder oder Statuen, Bauwerke oder sonstige Kunstwerke bilden somit einen festen Bestandteil der Erinnerungskultur. Als solche stehen sie häufig unter Denkmalschutz, was in städtebaulicher und landschaftsgestalterischer Hinsicht eine Herausforderung darstellt. Wer das Denkmal in Pouch als Tourist besuchen möchte, kann sich in der Regel bei der Gemeindeverwaltung nähere Informationen einholen.

Die Halbinsel Pouch ist das Kernstück des weltweit größten Landschaftskunstprojektes. Hier findet man fertige Landschaftskunstwerke wie "Labyrinth" des Polen Zenon Polus, "Kegel und Haldenhügel" der Franzosen Marc Babarit und Gilles Bruni, der "verschwundene Fluß" von Herman Prigann, die "schwimmenden Steine" von Nadia Schmidt, die "Haut" von Hartmut Renner und natürlich die "Agora" von Prof. Siegfried Knoll und Andres Bosshard.

Die Geschichte von Pouch

Der Ort Pouch wurde im Jahre 981 erstmals erwähnt und bildete mit seiner Burg an der Mulde im 10. Jahrhundert den Mittelpunkt eines Burgwards. Der "Rote Turm" mit einer Höhe von 30 Metern und einem Durchmesser von 10 Metern wurde im 13. Jahrhundert erbaut.

Das Schloss, der "Rote Turm" und die im 13. Jahrhundert aus Feldsteinen erbaute Kirche mit einem spätgotischen 4-flügeligen geschnitzten Hochaltar, dessen Altargemälde der Werkstatt des Wittenberger Malers und Reformators Lucas Cranach zugeschrieben werden, sind attraktive historische Wahrzeichen von Pouch.

Um 1575 hatte Pouch 370 Einwohner und trug den Charakter einer Stadt. In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts sicherten die Poucher Einwohner ihren Lebensunterhalt überwiegend durch die Landwirtschaft. 1872 wurde eine Teppichfabrik gegründet und das Bauerndorf entwickelte sich in einen kleinen Industrieort sowie in eine Wohngemeinde für Industriearbeiter.

Weltbekannt wurde die Pouch durch die Erzeugnisse der Zeltfabrik VEB "Favorit". Die in diesem Betrieb produzierten Zelte und Faltboote waren Exportschlager. Auch Signalgeräte aus Pouch wurden in viele Länder exportiert.

Infolge der Ausweitung des Braunkohletagebaus und der damit verbundenen Muldeverlegung entstand der Muldestausee, dessen Umgebung zum regionalen Erholungsgebiet erklärt wurde. Über die im Jahr 1976 fertig gestellte neue Muldebrücke führt der gesamte Fernverkehr der B 100 in Richtung Wittenberg, Bad Düben und die Dübener Heide.


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🔊 Transkript (Audio-Beschreibung)

Titel: Pouch - Der Rote Turm

Videoart: Imagevideo

Ton: Kein gesprochener Ton / Stummes Video

Barrierefreiheit: Visuelle Vollbeschreibung für Screenreader-Nutzer

[00:00 - 00:02] Ein Fahrrad lehnt an einem Bootssteg am See. Links das Wasser des Sees, rechts Schilf.

[00:03 - 00:04] 3 Fahrradfahrer kommen auf einem asphaltierten Fahrradweg der auf dem Boden liegenden Kamera entgegengefahren. 3 Fußgänger sind auf dem Weg zum Richtungsschild mit der Aufschrift „Roter Turm“. Es wird an das Schild heran gezoomt. Auf dem roten Schild in silberner Metallfassung steht „Roter Turm, geöffnet von Mai bis September“. Im Hintergrund Schild und Bäume. Die Sonne scheint.

[00:05 - 00:10] Drohnenaufnahmen des Roten Turms. Rechts daneben befindet sich das alte Schloss sowie rundherum Bäume. Die Aufnahme erfolgt zunächst frontal, danach schräg von oben, sodass man das Dorf Pouch mit der Kirche und dem Muldestausee in Hintergrund erblicken kann. Die Roten Steine des Turms werden in Nahaufnahme gezeigt, die Sonne strahlt direkt am Turm entlang.

[00:11 - 00:13] Die braune Metalltür des Roten Turms öffnet sich von außen, zwei Rentnerinnen betreten von hinten aufgenommen den Turm.

[00:14 - 00:19] Zoom im Inneren des Roten Turms auf ein Holzstück an der Wendeltreppe mit der Aufschrift „1000 Jahre Pouch 1981“. Füße betreten in Nahaufnahme die Holztreppe. Die Treppe wird kurz aus der Vogelperspektive von oben gezeigt. Sie schwingt sich in runden Kreisen nach oben. Nun ist zu erkennen, dass die beiden Rentnerinnen die Treppe erklimmen. Im Hintergrund ist der Backstein des Turms zu erkennen.

[00:20 - 00:23] Oben auf dem Roten Turm angekommen sieht man den Goitzsche See. Ein Junge in grauer Kapuzenjacke schaut durch ein fest installiertes Fernrohr. Auf dem in der Sonne glitzernden See fährt ein Segelboot. Am Horizont sind Bäume zu erkennen.

[00:24 - 00:27] Drohnenaufnahmen vom Roten Turm. Zunächst frontal vom See aus. Mittig der Rote Turm, rechts daneben das alte Schloss.  Davor ein Hang mit Bäumen. Im Vordergrund der See. Danach eine Drohnenaufnahme direkt über der Spitze des Roten Turms. Die Drohne dreht sich im Kreis. Rund um den Roten Turm Bäume und das alte Schloss.

[00:28 - 00:32] Eine Drohnenaufnahme seitlich zoomend zur Turmspitze hin. Im Hintergrund der See. Der Junge schaut noch immer durch das Fernrohr, die beiden Rentnerinnen sowie eine Frau mittleren Alters stehen neben ihm. Den Roten Turm umgiebt eine Brüstung aus Backstein sowie einem Metallhandlauf.

[00:33 - 00:39] Eine Drohnenaufnahme links am Roten Turm vorbeifliegend. Im Hintergrund der Goitzsche See mit dem Segelboot. Am Horizont Bäume und blauer Himmel. Unten rechts am Bildrand erscheint der Text „Pouch – Der Rote Turm“ und leben-in-muldestausee.de. Überblendung zu schwarz.